HANDBALL

Zittersieg für den MTV in Oberhausen

 



 

Hauptsache gewonnen – so ungefähr lautete das Fazit beim MTV Rheinwacht Dinslaken nach dem jüngsten Testspielauftritt. Im Auswärtsvergleich beim ambitionierten Verbandsligisten TB Oberhausen setzte sich der Handball-Oberligist am Freitagabend am Ende knapp mit 32:30 (17:15) durch. Obwohl spielerisch längst nicht alles nach Maß lief, nahm die Mannschaft von Trainer Robert Jakobs eine entscheidende Erkenntnis mit auf den Heimweg.

Dass es in der Oberhausener Halle bis zur letzten Minute eng bleiben sollte, hatte sich die Rheinwacht weitestgehend selbst zuzuschreiben. Über die gesamte Spieldauer hinweg fanden die Dinslakener in der eigenen Hintermannschaft nie richtig zu ihrer gewohnten Kompaktheit. Der MTV ließ den Gastgebern immer wieder zu große Freiräume und lud den Verbandsligisten aus dem Rückraum zu einfachen Treffern ein.

Auch im eigenen Offensivspiel lief der Ball nicht immer flüssig. Nach dem knappen 17:15-Pausenstand ging der gewohnte Zug zum Tor im Verlauf der zweiten Halbzeit phasenweise verloren, zudem wurden einige Tormöglichkeiten leichtfertig vergeben. Dementsprechend hielt Robert Jakobs seine Kritik nach dem Schlusspfiff nicht zurück: „Wir wollten das Spiel gewinnen, das haben wir auch geschafft. Der Spielverlauf war insgesamt aber für alle Beteiligten nicht wirklich zufriedenstellend.“

So überschaubar die spielerische Ausbeute auch war, so positiv stimmte den Dinslakener Übungsleiter die mentale Einstellung seiner Truppe. Selbst als die Begegnung kurzzeitig zu kippen drohte, behielten die Gäste die Nerven und brachten den knappen Vorsprung über die Zeit. „Die wichtige Erkenntnis aus dieser Partie ist, dass wir in so einem Spiel nicht auseinanderbrechen und trotzdem als Sieger vom Platz gehen“, betonte Jakobs und ergänzte: „Das hätte in der letzten Saison wahrscheinlich noch anders ausgesehen.“

Für die verbleibenden Wochen der Vorbereitung gilt es nun, weiter an den Stellschrauben zu drehen – denn Luft nach oben ist laut Coach Jakobs definitiv noch vorhanden.

Dennis Lindau