HANDBALL

Tuda gibt ein überraschendes Comeback

 

Handball-Oberligist MTV Dinslaken hat sich beim Tabellenletzten Turnerschaft Grefrath keine Blöße gegeben. Eine Personalie rückte in den Fokus.

 

Philipp Tuda (l.) gab nach langer Verletzungspause sein Comeback. Karl Banski (FUNKE Foto Services

Der MTV Rheinwacht Dinslaken hat sich beim Tabellenschlusslicht Turnerschaft Grefrath keine Blöße gegeben. Mit einem deutlichen 35:25 (15:8)-Erfolg löste die Mannschaft von Trainer Robert Jakobs die Pflichtaufgabe beim Schlusslicht am Samstagnachmittag souverän. Dabei ließen die Dinslakener von Beginn an keinen Zweifel daran aufkommen, wer die Platte als Sieger verlassen würde.

Lediglich in den ersten Minuten konnten die Gastgeber aus Grefrath das Spiel noch offen gestalten. Beim Stand von 4:4 zog der MTV dann jedoch das Tempo an, setzte sich kontinuierlich ab und erspielte sich bereits bis zur Pause ein komfortables Polster von sieben Toren (15:8). Nichtsdestotrotz hätte die Führung laut Coach Jakobs auch deutlich höher ausfallen und die Partie zur Pause bereits entschieden sein können: „Ich glaube, wir haben in der ersten Halbzeit zehn oder zwölf Hundertprozentige liegen lassen. Wenn wir da ein bisschen konsequenter im Abschluss gewesen wären, dann wäre das Ding zur Halbzeit schon durch gewesen.“

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild unverändert. Der MTV kontrollierte das Geschehen nach Belieben und baute seine Führung weiter aus. Am Ende stand ein ungefährdeter 35:25-Sieg zu Buche, den Robert Jakobs zu keiner Zeit in Gefahr sah: „Auch wenn es zwischendurch im Angriff nicht so rund lief, hatte man zu keiner Zeit das Gefühl, dass da irgendwas anbrennen könnte.“

Neben dem deutlichen Sieg war es jedoch vor allem eine Personalie, die für die Überraschung des Tages sorgte: Der langzeitverletzte Philipp Tuda, der die Mannschaft seit Saisonbeginn nur von der Bank aus unterstützen konnte, feierte in Grefrath sein unerwartetes Comeback. „Philipp wollte es mal wieder versuchen. Er hat ein paar Minuten Spielzeit bekommen und seine Sache direkt sehr gut gemacht“, freute sich Robert Jakobs über die Rückkehr des Routiniers.

Ob der Rückraumregisseur nun dauerhaft in den Kader zurückkehrt, ließ der Coach allerdings noch offen. Angesprochen auf weitere Einsätze in den kommenden Wochen, erklärte Jakobs: „Schauen wir mal, wie es seinem Bein heute und morgen und am kommenden Wochenende so geht.“

MTV Rheinwacht: Bystron, Frenk, Tomke (9), Czeslik (3), Hetzel (2), Frank (4), Terwiel (2), Kruse (7), Tuda (2), Jakobs (1), Schmidt (2), Mertens (3).

Dennis Lindau