HANDBALL

Spitzenreiter MTV will weiße Weste verteidigen

Erstes Topspiel der Saison in der Handball-Oberliga für Rheinwacht gegen die HSG Vennikel/Rumeln-Kaldenhausen.

 

 

Hinter dem Einsatz von Nils Kruse (l.) steht noch ein kleines Fragezeichen. Karl Banski FUNKE Foto Services

Die weiße Weste verteidigen und den perfekten Saisonstart weiter ausbauen: Vor dieser Aufgabe steht der MTV Rheinwacht Dinslaken am Samstagabend (18 Uhr) in der Handball-Oberliga. In heimischer Halle empfängt der ungeschlagene Spitzenreiter am fünften Spieltag die HSG Vennikel/Rumeln-Kaldenhausen. Die Gäste reisen ebenfalls mit ordentlich Selbstbewusstsein nach Dinslaken – für das Team von Trainer Robert Jakobs wartet damit das erste echte Topspiel der noch jungen Spielzeit.

Auch die HSG VeRuKa erwischte einen hervorragenden Start in die neue Saison. Drei von vier Partien konnten die Gäste für sich entscheiden; einzig gegen den ambitionierten Aufsteiger Rot-Weiß Oberhausen setzte es eine knappe Niederlage. Dementsprechend gewarnt geht Robert Jakobs in die Begegnung: „Das wird ganz sicher kein einfaches Spiel. Da kommt eine Mannschaft zu uns, die absolut auf Augenhöhe agiert. Daher dürfen wir das Spiel keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen, auch wenn VeRuKa das anders sieht und uns als klaren Favoriten betitelt hat.“

Rückraum als Schlüssel: MTV will Distanzschützen stoppen

Den Schlüssel zum Erfolg sieht der Dinslakener Übungsleiter vor allem in der eigenen Abwehrarbeit gegen die Distanzschützen der Gäste. Der Rückraum der Spielgemeinschaft präsentiert sich bislang extrem treffsicher – die beiden Rückraum-Akteure Albin Xhafolli und Steffen Langer stechen mit bereits 23 beziehungsweise 24 erzielten Saisontoren heraus. „Es wird insbesondere darauf ankommen, den stark besetzten Rückraum in den Griff zu bekommen und die einfachen Tore aus der Distanz zu unterbinden. Das hat in den vergangenen Wochen noch nicht immer optimal funktioniert, daran haben wir gezielt gearbeitet“, so Jakobs.

Personell kann der MTV-Coach am Wochenende weitestgehend aus dem Vollen schöpfen. Kreisläufer Jonas Schmidt kehrt nach seinem Urlaub wieder in den Kader zurück. Einzig hinter dem Einsatz von Nils Kruse steht noch ein kleines Fragezeichen: Der Rückraum-Akteur musste unter der Woche krankheitsbedingt mit dem Training aussetzen, sein Auflaufen entscheidet sich erst kurzfristig.

HSG hofft auf Überraschung beim Favoriten MTV

„Von einem Spitzenspiel zu sprechen, finde ich nach vier Spieltagen überhöht“, sagt HSG-Spielertrainer Mirko Szymanowicz: „Aber wir haben uns dieses Spiel verdient und freuen uns sehr drauf. Wir fahren als Außenseiter hin, verspüren wenig Druck. Wir wollen das Spiel ein Stück weit genießen, aber nicht bloß Spalier stehen“, ist Szymanowicz keineswegs ambitionslos: „Wenn sich die Chance bietet, wollen wir auch was mitnehmen.“

Gleichwohl weiß der frühere Zweitligaspieler um die Stärke des Vorjahresneunten, der personell stark nachgelegt hat: „Sanders, Hoffmann, Reede, Kruse, Mertens, Czeslik – im Rückraum ist der MTV außergewöhnlich gut besetzt. Für mich ist das eine Mannschaft, die unter den ersten Drei landen kann“, zollt der 40-Jährige dem Gegner höchsten Respekt. MTV-Trainer Harald Jakobs kennt Mirko Szymanowicz übrigens von klein auf. Der Mann, der die Dinslakener 2019 sensationell zur Regionalliga-Meisterschaft führte, spielte früher mit seinem Vater Siegfried bei Hamborn 07.

Spielerisch zeigt sich Szymanowicz mit den bisherigen Auftritten seines Teams sehr zufrieden. In puncto Abwehr und Abschluss sieht er noch Steigerungspotenzial. Carl Brunner, Gerit Fietze und Jan Göller fallen weiterhin verletzt aus. Niklas Kugel trainiert schon wieder mit, ein Einsatz kommt im letzten Spiel vor der Herbstpause aber wohl noch zu früh. Der Einsatz von Helge Tervoort (Bauchmuskelzerrung) ist fraglich, der von Mirko Krogmann (privat verhindert) ausgeschlossen.

Drei Wochen Pause

Aufgrund der Herbstferien pausiert die Handball-Oberliga nach dem fünften Spieltag an diesem Wochenende für drei Wochen. Der MTV Rheinwacht Dinslaken gastiert erst am Samstag, 7. November, um 20 Uhr beim ASV Süchteln. Die HSG Hiesfeld/Aldenrade greift sogar erst am Samstag, 14. November, um 17.30 Uhr gegen Oppum wieder ins Geschehen ein, da die Begegnung des sechsten Spieltags bei Adler Königshof auf Samstag, 21. November, verlegt wurde.

Dennis Lindau