HANDBALL


Rheinwacht lässt sich von Härte beeindrucken

 26:31-Niederlage zum Abschluss in Weiden

 

Der MTV Dinslaken lässt sich gegen Gladbeck nicht hängen

Tolga Asci traf in Weiden viermal für den MTV. Joosten

Die Referees reagierten verwundert: „So kennen wir dich gar nicht“, meinten die Schiedsrichter zu Marius Timofte, als sie den Trainer des MTV Rheinwacht in der ersten Hälfte der abschließenden Handball-Regionalliga-Partie beim HC Weiden wegen heftigen Reklamierens verwarnten. „Ich kenne euch so auch nicht“, entgegnete Timofte, der den Unparteiischen übel nahm, dass sie die aus seiner Sicht übertriebene Härte des Gastgebers aus Würselen zuließen. In jedem Fall ließen sich die Dinslakener von der Weidener Gangart deutlich beeindrucken und lagen bei der 26:31 (11:21)-Auswärtsniederlage schon zur Pause fast aussichtslos zurück.

Nur bis zum 3:3 (5.) hielt der Gast mit, ließ sich dann völlig den Schneid abkaufen und geriet durch neun Weidener Tore in Serie mit 4:14 (17.) ins Hintertreffen.

Nach einer deutlichen Steigerung in Hälfte zwei wäre Rheinwacht dann fast noch ein Comeback gelungen. Die Gäste waren auf 26:28 ran und hatten per Tempogegenstoß die Chance, weiter zu verkürzen, verloren aber den Ball. „Es war absolut machbar, hier noch zumindest einen Punkt zu holen, aber wir haben unsere Chance nicht genutzt“, erklärte Timofte, der mit dem Auftritt nach der Pause aber dennoch gut leben konnte: „Es war noch einmal gut zu sehen, dass die Mannschaft dann auch umsetzen kann, was man in der Kabine vorgibt.“

Dass es nach der Osterpause in den letzten fünf Spielen keine Zähler mehr für sein Team gab, beurteilt der 55-Jährige differenziert: „Natürlich hätte ich mir auch mehr gewünscht, aber wir haben zum Schluss auch gegen die besten Vier der Tabelle gespielt. Die waren für uns einfach nicht erreichbar“, erklärte Timofte.

Nur etwas mehr als zwei Wochen Pause gönnt der Dinslakener Trainer nun seinen Schützlingen. Ab dem 1. Juni beginnt die Vorbereitung mit einer ersten Phase, die rund einen Monat andauern soll. Hier will Timofte auch viel im taktischen Bereich arbeiten und die Neuzugänge integrieren. Nach einer weiteren Pause Anfang Juli geht es dann in die heiße Phase, in der dann auch schnell die ersten Testspiele auf dem Programm stehen werden.

MTV Rheinwacht: Bystron, Köß; Schriddels, Hoffmann (2), Höffner (1), Kryzun, Asci (4), Lelgemann (1), Tuda (4), Dreier (4), Reede (4), Pagalies (3), Feld (3/2).