HANDBALL

MTV schnuppert lange an der Überraschung

 

Trotz stark geschwächtem Kader bot der MTV Rheinwacht Dinslaken dem Favoriten Adler Königshof lange die Stirn, muss sich am Ende aber knapp geschlagen geben.

 

Maximilian Reede traf am Samstag fünfmal gegen die Königshofer. Markus Joosten FUNKE Foto Services

Der aktuelle Mini-Kader des MTV Rheinwacht ist bei der DJK Adler Königshof, einem der drei Aufstiegsaspiranten in der Handball-Oberliga, nur ganz knapp an einer Überraschung vorbeigeschrammt. Die stark ersatzgeschwächten Dinslakener gaben in Krefeld lange Zeit den Ton an. Erst in der Schlussphase ging der Rumpftruppe wie befürchtet ein wenig die Luft aus. Mit 24:27 (15:10) musste sich der Regionalliga-Absteiger am Ende geschlagen geben.

Mit nur zwei Feldspielern für die Bank waren die Dinslakener nach Könogshof gereist. Zu allem Überfluss zog sich dann in der Anfangsphase auch noch Nils Kruse eine Platzwunde am Kinn zu, die ihn für den Rest der Partie zum Zuschauen verdammte. „Wir hatten also nur noch einen einzigen Auswechselspieler, und dabei drei Kreisläufer, die dann auf allen möglichen Positionen spielen mussten“, seufzte Spielertrainer Robert Jakobs.

Königshof dreht Rückstand und sichert sich knappen Sieg

Und dennoch agierten die Gäste von Beginn an auf Augenhöhe, legten immer wieder vor und schafften es dank einer stabilen Abwehr Mitte der ersten Hälfte dann sogar, sich einen kleinen Vorsprung zu erarbeiten. Maximilian Reede sorgte nach genau 28 Minuten für die erste Fünf-Tore-Führung, die dann auch zum Wechsel noch Bestand hatte.

Der Vorsprung schmolz dann allerdings nach Wiederanpfiff relativ schnell, weil die Dinslakener acht Minuten benötigten, bis sie wieder einen Treffer erzielten. Unter anderem ließ Linus Mertens in dieser Phase einen Strafwurf aus. So kam Königshof bis auf 14:15 heran und ließ sich auch nicht mehr davon aus der Bahn bringen, dass Reede mit zwei Toren in Serie dem MTV noch einmal eine Vier-Tore-Führung bescherte (15:19/43.). Beim 21:21 (51.) gelang den Adlern erstmals wieder der Ausgleich. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende hieß es 25:22 für Königshof – die Vorentscheidung, auch wenn Rheinwacht 58 Sekunden vor dem Ende noch einmal auf 24:25 verkürzte.

„Schade, es war auf jeden Fall ein guter Auftritt, und die Jungs haben sich alle reingehangen. Wenn wir vorne noch ein bisschen besser getroffen hätten, dann hätten wir auch absolut etwas mitnehmen können“, sagte Jakobs.

Bereits am Dienstag geht es für die Dinslakener weiter. Dann gastiert um 20 Uhr die Tschft. St. Tönis zum Nachholspiel in der Douvermannhalle. Die Partie hatte im ersten Versuch nicht stattfinden können, weil es durch das Dach geregnet hatte.

MTV Rheinwacht: Bystron, Frenk; Frank (1), Terwiel (3), Kruse, Jakobs (1), Reede (5), Rösgen (4), Schmidt (6), Mertens (4).

Timo Kiwitz