Handball

MTV Rheinwacht Dinslaken braucht einen neuen Trainer

Dinslaken Nach der 25:33 (13:16)-Niederlage des Regionalligisten gegen die SG Ratingen erklärt Harald Jakobs seinen Rücktritt zum Saisonende. Die Suche nach einem Nachfolger hat schon begonnen.

War es das schon für den MTV Rheinwacht Dinslaken? Zwar stehen bis zum Saisonende in der Handball-Regionalliga noch acht Spiele aus, doch an einen Sieg, eine Wende oder gar den Klassenerhalt kann man nach der 25:33 (13:16)-Niederlage im Heimspiel gegen die SG Ratingen kaum noch glauben.

Wenig motivierend für das Team ist wohl auch die Tatsache, dass Trainer Harald Jakobs direkt nach dem Spiel seinen Abschied zum Saisonende ankündigte. Der MTV braucht also, wahrscheinlich in der Oberliga, einen neuen Coach. „Man muss in diesem Job schon mit ganzer Kraft dabei sein, und das wäre ich nicht“, begründete Jakobs seine Entscheidung, die er bereits Abteilungsleiter Heinz Buteweg und der Mannschaft mitgeteilt hatte. Jakobs möchte in nächster Zeit kürzer treten, „denn das Private musste natürlich bei der enormen Belastung in der Vergangenheit hinten anstehen“, sagte er. Auch ein Engagement bei einem anderen Verein kommt für ihn erst mal nicht in Frage. „Mein Rücktritt geht also nicht gegen die Mannschaft oder den Verein, sondern hat ausschließlich persönliche Gründe.“

Beim MTV hat man sich natürlich auch mit dieser Situation beschäftigt. So hat Heinz Buteweg bereits Gespräche mit möglichen Kandidaten geführt. Einer davon, der frühere Hiesfelder Matthias Waclawczyk, war auch am Sonntagvormittag wieder aufmerksamer Beobachter des Spiels.
Die Partie gegen die SG Ratingen verlor der MTV, weil einfach gar nichts passte. Zu den Dauerverletzten Marco Banning und Robert Jakobs gesellte sich auch noch Nils Kruse, den erneut Leistenprobleme aus der Bahn warfen. Trotzdem hatte sich das Team gegen die „Löwen“ einiges ausgerechnet, hatten die Gäste doch in der Vergangenheit alles andere als überzeugt und waren in der Tabelle immer weiter abgerutscht. Zudem fehlte der Mannschaft von Trainer Ace Jonovski mit Alexander Oelze der torgefährlichste Mann. Doch für ihn sprangen andere ein. So natürlich Filip Lazarov, der es insgesamt auf acht Treffer brachte, oder der dynamische Thomas Bahn. Auch Kreisläufer Christian Mergner, früher mal beim TV Jahn Hiesfeld und MTV tätig, war stets anspielbar und bereitete der Dinslakener Abwehr ständig Probleme.

„Wir haben die gleichen Fehler wie zuletzt in Essen gemacht“, sagte Jakobs und meinte damit vor allem die mangelhafte Verwertung selbst klarster Chancen. Während Maximilian Reede zunächst überaus treffsicher war und sein Team damit im Spiel hielt, wurden schon in der ersten Hälfte allein vier völlig freie Würfe vergeben.

Und das setzte sich in der zweiten Halbzeit fort. „Dann haben wir uns durch unnötige Zeitstrafen noch selbst geschwächt, was Ratingen dann clever ausgenutzt hat“, so Jakobs. Er meinte damit vor allem die zwei Minuten, die Mirko Krogmann wegen eines Wechselfehlers kassiert hatte, als Maximilian Reede ohnehin schon vom Feld musste. Am Ende wuchs der Rückstand Tor um Tor an. Daran konnte auch Nachwuchstorhüter Luca Steffel nichts ändern, der in Abschnitt zwei Nils Ahlendorf abgelöst hatte und einige gute Paraden zeigte. Etwas ratlos wirkte Jakobs aber schon. „Ich weiß nicht, woran es gelegen hat, aber irgendwie fehlte der Biss“, sagte er.

MTV Rheinwacht: Ahlendorf, Steffel – d’Auria, Backhaus (4), Gorris (4/3), Pagalies, Enders (1), Höffner, Hahn (4), Reede (6), Krogmann (2), Ahls, Tomke (4).