HANDBALL

MTV Rheinwacht belohnt sich nicht für großen Kampf

 

Mit großem Kampfgeist trotzt der MTV Dinslaken personellen Rückschlägen, doch es fehlt erneut das letzte Quäntchen.

 

Starker Start: Nils Kruse war in der Anfangsphase von der gegnerischen Abwehr kaum zu bremsen. Erwin Pottgiesser FUNKE Foto Services

Es reichte am Ende erneut nicht ganz. Doch den aufmunternden Applaus ihrer Fans auf der gut gefüllten Mitteltribüne der Douvermannhalle hatten sich die Handballer des MTV Rheinwacht hinterher trotzdem vollkommen verdient. Quasi mit dem letzten Aufgebot und einem weiteren personellen Rückschlag zu Beginn der zweiten Hälfte wehrte sich der Dinslakener Oberligist am Dienstagabend im Nachholspiel gegen die Turnerschaft St. Tönis nach Kräften, musste schließlich aber doch eine bittere 30:32 (18:17)-Niederlage quittieren.

„In kämpferischer Hinsicht kann man den Jungs heute wieder überhaupt keinen Vorwurf machen“, befand Trainer Harald Jakobs gleich nach der Schlusssirene. Wie groß die Not aktuell bei den Dinslakenern ist, zeigte schon zu Spielbeginn ein Blick auf die Bank, von wo aus eigentliche Rückraum-Stammkräfte wie Nico Czeslik, Jonas Höffner oder Philipp Tuda verletzt zum Zuschauen verdammt waren, während sich Physiotherapeut Bastian Schmidt und der kurzfristig reaktivierte Dominik Loth ein Trikot übergestreift hatten.

Rheinwacht startet stark, St. Tönis kämpft sich zurück

Nils Kruse, am vergangenen Samstag in Königshof mit einer Platzwunde am Kinn, die genäht werden musste, früh raus, startete mit einem dicken Pflaster geschützt und hatte in der Anfangsphase mit einigen Treffern seinen Anteil am Traumstart der Hausherren, die vorne lange fast fehlerfrei und sicher im Abschluss agierten. Weil die Abwehr gleich mehrere Bälle blocken konnte und im Tor auch Fynn Frenk mehrere Paraden beisteuerte, zwang der MTV seine Gäste zu einer frühen Auszeit. 6:1 führte Rheinwacht, als Tönis-Trainer Zoran Cutura erstmals die grüne Karte auf den Tisch legte (6.).

Viel änderte sich dadurch auch in den folgenden Minuten nicht, doch ab Mitte der ersten Halbzeit schlichen sich beim Gastgeber im Angriff dann doch einige Fehler ein, die St. Tönis mit viel Tempo über die erste und zweite Welle bestrafte. Kurz vor dem Wechsel glich der Gast erstmals aus (16:16/27.). Es blieb danach durchweg eng, obwohl die Dinslakener nach dem Wechsel früh auch noch auf den angeschlagenen Maximilian Reede verzichten mussten, der nach einem Schlag aufs Knie vom Feld humpelte (34.).

MTV Rheinwacht: Frenk, Bystron, Jonas Terwiel; Reede (2), Kruse (8), Frank (2), Rösgen (4), Mertens (10/5), Jonas Schmidt (1), Jakobs, Lukas Terwiel (3), Bastian Schmidt, Loth.

Timo Kiwitz