HANDBALL
MTV muss in Aldekerk unbedingt punkten
Nach enttäuschenden Wochen steht der MTV Rheinwacht Dinslaken vor einer Schlüsselpartie beim TV Aldekerk II.
Für die Oberliga-Handballer des MTV Rheinwacht Dinslaken zählt am Samstagnachmittag (17.15 Uhr) nur eines: Zählbares. Nach den enttäuschenden Ergebnissen der letzten Wochen ist die Mannschaft von Trainer Robert Jakobs gefordert, den Abwärtstrend zu stoppen. Die Reise führt die Dinslakener zum TV Aldekerk II – ein Duell, das sicherlich alles andere als einfach werden dürfte. Die Favoritenrolle schieben die Dinslakener gerne von sich, doch ein Blick auf die Tabelle unterstreicht die Wichtigkeit der Partie. Der MTV rangiert derzeit mit 9:13-Punkten auf dem neunten Platz, während die Zweitvertretung aus Aldekerk mit 8:14-Zählern einen Rang dahinter lauert.
Ein Auswärtssieg würde dem MTV nicht nur wichtige Luft im Tabellenkeller verschaffen, sondern auch einen direkten Konkurrenten auf Distanz halten. Bei einer Niederlage hingegen droht der endgültige Sturz in die Gefahrenzone. Dass die Aufgabe in Aldekerk kein Selbstläufer wird, ist allen Beteiligten bewusst. Die Vogteihalle gilt als schwieriges Pflaster, auf dem der MTV 60 Minuten lang höchste Konzentration benötigen wird. „Die Vorbereitung lief etwas schleppend, da unter der Woche einige Jungs aus verschiedenen Gründen nicht mit der Mannschaft trainieren konnten“, resümiert Jakobs die Trainingseinheiten und nimmt seine Schützlinge in die Pflicht, die Startphase diesmal nicht erneut zu verschlafen.
Die personellen Vorzeichen für das Auswärtsspiel sind gemischt. Neben den Langzeitverletzten Phillip Tuda und Jonas Höffner, werden auch Torhüter Jan Bystron und Phillip Frank am Samstag aus privaten Gründen nicht mit von der Partie sein. Zudem steht hinter dem Einsatz von Kreisläufer Lukas Terwiel derzeit noch ein Fragezeichen. „Das ist natürlich nicht optimal, darf und soll aber auf keinen Fall eine Ausrede sein“, beschreibt Jakobs die aktuelle Lage im Lazarett. Trotz der schwierigen Wochen geht der MTV am Samstag mit einer klaren Marschroute in die Partie. Jakobs betont: „Wir müssen von Anfang an hellwach sein und dürfen nicht wieder früh in Rückstand geraten. Das ist schlecht für die Stimmung und macht die Sache nicht einfacher, wenn du jede Woche erstmal einem Rückstand hinterherlaufen musst.“ Wenn die Dinslakener es schaffen, ihre Fehlerquote zu minimieren und von Beginn an die nötige Intensität auf die Platte zu bringen, sollte der erste doppelte Punktgewinn des neuen Jahres durchaus machbar sein.
Dennis Lindau