HANDBALL
MTV löst auch die schwierige Aufgabe in Mülheim
Trotz frühen Rückstands und einer roten Karte sichert sich der Handball-Oberligist in Dümpten wichtige Punkte.
Linus Mertens hatte auch als sicherer Siebenmeterschütze seinen Anteil am Dinslakener Auswärtserfolg. Markus Joosten FUNKE Foro Services
Es läuft aktuell bei den Oberliga-Handballern des MTV Rheinwacht. Nach zuletzt guten Auftritten und dem jüngsten Heimsieg über starke Kaldenkirchener lösten die Dinslakener am Sonntagnachmittag auch die unangenehme Aufgabe beim stark abstiegsgefährdeten, aber personell sicher nicht schlecht besetzten HSV Dümpten. In Mülheim setzten sich die Gäste mit 31:28 (13:13) durch, verschafften sich noch etwas mehr Luft zum Tabellenkeller und feiern Karneval auf dem siebten Rang.
Die närrisch bedingte Pause am nächsten Wochenende kommt Spielertrainer Robert Jakobs nun gar nicht gelegen. „Ich hätte jetzt gerne sofort weitergespielt, weil wir uns aktuell wesentlich besser verkaufen als über weite Strecken der Hinserie. Aber wir müssen jetzt einfach sehen, dass wir die Konzentration hochhalten.“ Am 21. Februar geht es für den MTV mit einem Heimspiel gegen den VfR Saarn weiter, und gegen diesen Gegner hat Rheinwacht nach katastrophaler Leistung und deutlicher Schlappe im Hinspiel noch eine Rechnung offen.
In Dümpten tat sich der MTV in der ersten Hälfte noch richtig schwer, hatte vor allem in der Deckung Probleme, das Zentrum zu schließen und kassierte so einfache Gegentreffer. Trotzdem machten die Gäste einen 9:12-Rückstand (25.) bis zum Wechsel wieder wett und schafften es dann gegen Mitte der zweiten Hälfte, entscheidend vorzulegen. Auch von einer roten Karte gegen Niklas Hetzel, der seinen Gegenspieler unglücklich im Gesicht getroffen hatte (44.), ließ sich Dinslaken nicht mehr beirren und zog in dieser Phase von 21:21 auf 26:22 (52.) davon.
Wichtig war jetzt auch, dass sich Jan Bystron im MTV-Tor mehrfach auszeichnen konnte und Linus Mertens von der Marke die Nerven behielt. Der junge Linkshänder verwandelte sechs von sechs Strafwürfen – vier davon in der Crunchtime zwischen der 50. und 57. Minute. „Wir haben im Angriff geduldig gespielt und nicht überhastet abgeschlossen“, lobte ein zufriedener Jakobs hinterher: „Mit zwei Siegen in die Rückrunde zu starten, das ist schon schön.“
MTV Rheinwacht: Bystron, Banning; Tomke (4/1), Czeslik, Hetzel (2), Frank (1), Ahls, Kruse (5), Jakobs, Reede (6), Rösgen (3), Schmidt (2), Mertens (8/6).
Timo Kiwitz