HANDBALL

MTV kann befreit aufspielen

 



 

Auf Marc Tomke (M.) und den MTV wartet gegen den Spitzenreiter eine große Herausforderung. Markus Joosten FUNKE Foto Services

Die Erleichterung beim MTV Rheinwacht Dinslaken war am vergangenen Wochenende förmlich greifbar. Nach der langen Durststrecke und dem ersten Auswärtssieg der Saison in Aldekerk ist das Selbstvertrauen bei den Oberliga-Handballern zurück. Doch viel Zeit zum Durchatmen bleibt den Dinslakenern nicht. Am Samstagabend (18 Uhr) gibt sich der absolute Top-Favorit der Oberliga die Ehre, wenn der Tabellenführer TuS Lintorf in der Douvermannhalle gastiert.

Die Rollenverteilung könnte dabei klarer kaum sein. Mit elf Siegen aus zwölf Spielen thront Lintorf derzeit an der Tabellenspitze und marschiert bislang fast unaufhaltsam durch die Liga. „Lintorf ist aktuell das Maß der Dinge“, weiß auch MTV-Spielertrainer Robert Jakobs. Doch der MTV hat am letzten Wochenende Blut geleckt und sich für die Partie am Samstag durchaus etwas vorgenommen: „Wir haben nichts zu verlieren, können befreit aufspielen und wollen schon versuchen, den Spitzenreiter zu ärgern“, erklärt Robert Jakobs, der bis auf den angeschlagenen Jonas Terwiel auf seinen gesamten Kader zurückgreifen kann.

Der 31:24-Erfolg in Aldekerk hat gezeigt, was möglich ist, wenn Abwehrarbeit und Einstellung stimmen. „Die Emotionen waren da, die Jungs waren wach“, lautete das Fazit von Coach Jakobs. Genau diese Wachsamkeit wird gegen den Ligaprimus von der ersten Sekunde an nötig sein, um nicht frühzeitig ins Hintertreffen zu geraten. Der MTV kann befreit aufspielen – der Druck, unbedingt punkten zu müssen, liegt primär beim Favoriten.

Klar ist: Um den TuS Lintorf ernsthaft zu gefährden, braucht der MTV einen Sahnetag, eine lautstarke Douvermannhalle im Rücken und die gleiche defensive Leidenschaft wie in der Vorwoche. Gelingt das, könnte der MTV durchaus zum Stolperstein für den Tabellenführer werden.

Dennis Lindau