HANDBALL
MTV hat noch eine Rechnung offen
Rheinwacht will in der Handball-Oberliga Revanche für die Hinspiel-Schlappe in Saarn nehmen.
Robert Jakobs (l.) setzt gegen Saarn auf Revanche für die böse Schlappe im Hinspiel. Markus Joosten FUNKE Foto Services
Für die Oberliga-Handballer des MTV Rheinwacht Dinslaken steht am Samstagabend (18 Uhr) mehr als nur ein gewöhnliches Heimspiel auf dem Programm. Wenn die DJK VfR Saarn in der Douvermannhalle gastiert, geht es für die Mannschaft von Robert Jakobs vor allem um eines: Wiedergutmachung für eine der bis dato bittersten Saisonniederlagen.
Die Erinnerungen an das Hinspiel sind im MTV-Lager noch immer präsent. Nach einer laut Jakobs „desolaten Leistung“ mussten sich die Dinslakener in Mülheim sang- und klanglos mit 29:41 geschlagen geben. Diese Scharte will das Team nun beim Wiedersehen vor heimischem Publikum auswetzen. „Die Jungs sind heiß und wollen die beiden Punkte unbedingt zu Hause behalten“, berichtet Trainer Robert Jakobs. Neben dem Prestigeaspekt geht es auch um die nackten Zahlen: Der MTV will einen Sieg einfahren, nicht zuletzt auch, um die Mülheimer in der Tabelle auf Distanz zu halten.
Um den Erfolg aus dem Hinspiel für Saarn nicht zu wiederholen, liegt das Hauptaugenmerk in der Vorbereitung auf der Defensivarbeit. Die Gäste verfügen über einen wurfgewaltigen Rückraum, der im ersten Aufeinandertreffen viel zu viel Platz hatte. „Es wird insbesondere darauf ankommen, den Rückraum der Mülheimer in den Griff zu bekommen. Im Hinspiel haben zwei ihrer Rückraumspieler zusammen 23 Tore geworfen, das dürfen wir in der Form nicht nochmal zulassen“, gibt Jakobs die Marschroute vor. Eine aggressive und bewegliche Deckung soll den Grundstein für den Heimsieg legen.
Personell kann Jakobs, abgesehen von den bekannten Ausfällen, weitestgehend aus dem Vollen schöpfen. Während die langzeitverletzten Rückraumspieler Philipp Tuda und Jonas Höffner sowie Torhüter Jonas Terwiel und Außen Rijad Nasufi auch weiterhin ausfallen werden, sind alle anderen Akteure am Samstagabend aller Voraussicht nach einsatzbereit. Damit steht dem MTV zumindest auf dem Papier nichts im Weg, um die offene Rechnung mit Saarn erfolgreich zu begleichen und den Kontakt zu den oberen Tabellenplätzen zu wahren.
Dennis Lindau