HANDBALL

MTV glaubt trotz Aderlass an den Heimerfolg

 



 

Nur drei Tage nach dem kräftezehrenden Auftritt in Krefeld müssen die Oberliga-Handballer des MTV Rheinwacht Dinslaken schon wieder auf die Platte. Am Dienstagabend um 20 Uhr gastiert die Turnerschaft St. Tönis in der heimischen Douvermannhalle. Es ist der zweite Anlauf für diese Partie: Der ursprüngliche Termin vor rund drei Wochen musste abgesagt werden, weil es durch das undichte Hallendach geregnet hatte. Diesmal soll wieder der Sport im Vordergrund stehen – auch wenn die Vorzeichen für die Hausherren extrem schwierig bleiben.

Trotz der knappen 24:27-Niederlage bei den Adlern aus Königshof reiste der MTV mit viel Rückenwind im Gepäck zurück nach Dinslaken. In Krefeld schnupperte die „Rumpftruppe“ von Spielertrainer Robert Jakobs lange an der Sensation und führte zur Pause sogar deutlich mit 15:10. Erst als die Kräfte nachließen und der MTV nach einer Verletzung von Nils Kruse nur noch einen einzigen Auswechselspieler zur Verfügung hatte, drehte der Favorit die Partie. „Die Jungs haben sich alle reingehängt“, lobt Jakobs, der diesen Schwung nun mit in das Heimspiel nehmen will.

An der prekären Personalsituation wird sich bis Dienstagabend aber wohl kaum etwas ändern. Da Jakobs bereits angekündigt hatte, dass der aktuelle Mini-Kader wohl bis zum Saisonende so bestehen bleibt, wird auch gegen St. Tönis wieder Improvisationstalent gefragt sein. In Krefeld mussten zeitweise drei Kreisläufer gleichzeitig auf teils ungewohnten Positionen aushelfen. Ob Nils Kruse nach seiner Platzwunde am Kinn schon wieder einsatzfähig ist, bleibt abzuwarten.

Die Gäste aus St. Tönis hingegen kommen mit einer ausgeruhten Mannschaft nach Dinslaken und stellen insbesondere in Anbetracht der dünnen Personaldecke des MTV alles andere als eine einfache Aufgabe dar. Nichtsdestotrotz blickt Harald Jakobs der Partie positiv entgegen und sagt: „St. Tönis ist keine Laufkundschaft und hat sich zurecht im Mittelfeld etabliert. Trotzdem hätten wir in Königshof mindestens einen Punkt mitnehmen müssen, wenn wir unsere Hundertprozentigen reingemacht hätten. Von daher wird es darauf ankommen, einen kühlen Kopf zu bewahren und nicht mehr zu viel darüber nachzudenken, was in Königshof passiert ist.“

Dennis Lindau