HANDBALL

MTV glänzt mit starker Abwehr und viel Tempo

Handball-Oberligist MTV Rheinwacht Dinslaken bezwingt Rot-Weiß Oberhausen ungefährdet. Ein Neuzugang überzeugt in der Abwehr.

 



 

Rückkehrer Niklas Kölsch erzielte gegen RWO vier Treffer und überzeugte beim deutlichen Heimsieg. Markus Joosten FUNKE Foto Services

Der MTV Rheinwacht Dinslaken hat am zweiten Spieltag der Handball-Oberliga einen überzeugenden Heimsieg gefeiert. Gegen den SC Rot-Weiß Oberhausen setzte sich die Mannschaft der Trainer Harald und Robert Jakobs souverän mit 32:25 (17:10) durch. Vor allem eine kompakte Defensive und das Tempospiel waren die Grundlage dafür, dass die Dinslakener in ihrem ersten Pflichtspiel in der neuen Heimstätte Hans-Efing-Halle auch gleich den Erfolg feiern konnten.

Dabei begann die Partie aus Dinslakener Sicht alles andere als optimal. Den ersten Angriff brachte der MTV, der erwartungsgemäß auf Leistungsträger Torsten Sanders (Bänderriss) verzichten musste, nicht erfolgreich zu Ende, Oberhausen nutzte das in Person des früheren Dinslakeners Tolga Asci auf der Gegenseite zum 0:1. In der Anfangsphase entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel. Nach dem 2:2 brachte Linkshänder Linus Mertens sein Team per Siebenmeter erstmals mit 3:2 in Führung. Auch beim 4:3 behielt der unter der Woche erkrankte Rechtsaußen vom Punkt die Nerven.

Danach bekam der MTV die Partie zunehmend in den Griff. Auch eine eigene Unterzahl Mitte der ersten Hälfte brachte die Hausherren nicht aus dem Rhythmus. Nachdem Oberhausen per Siebenmeter auf 8:6 verkürzt hatte, antworteten Noah Lelgemann und Niklas Kölsch und stellten auf 10:6. „Wir hatten von Anfang an eine kompakte Abwehr und sind dann mit viel Tempo nach vorne gegangen. Das haben wir konstant gut gemacht und standen stabil“, zeigte sich auch der Sportliche Leiter Marco Banning zufrieden.

Gerade in der Schlussphase des ersten Durchgangs setzte sich Dinslaken deutlich ab. Aus einem 12:9 machte der MTV innerhalb weniger Minuten eine komfortable Führung. Lelgemann traf zweimal, Mertens und Jonas Schmidt legten nach, ehe Lelgemann mit seinem fünften Treffer der ersten Hälfte den 17:10-Pausenstand – der auch noch höher hätte ausfallen können – herstellte.

Oberhausen kam anschließend mit viel Druck aus der Kabine und verkürzte zunächst auf 17:12. Doch der MTV ließ sich davon nicht beeindrucken. Fabian Hoffmann, Schmidt und erneut Hoffmann sorgten schnell wieder für klare Verhältnisse. Nach 40 Minuten lag Dinslaken weiterhin komfortabel vorne.

Auch eine Szene in der Schlussphase änderte daran nichts. Nach einer Zeitstrafe gegen Oberhausen musste kurz darauf auch Dinslakens Nils Kruse für zwei Minuten vom Feld, sodass die personelle Überzahl schnell wieder dahin war. Zu diesem Zeitpunkt hatte der MTV die Partie jedoch längst unter Kontrolle.

Beim 31:21 war die Begegnung endgültig entschieden. In den letzten Minuten ließ Dinslaken etwas nach und ermöglichte den Gästen noch Ergebniskosmetik. Oberhausen erzielte die letzten drei Treffer der Partie, am deutlichen 32:25-Erfolg änderte das nichts.

„Es war wichtig, dass wir gut in die Partie gekommen sind. Vor allem unsere Defensive hat es konstant gut gemacht und Oberhausen damit den Stecker gezogen“, bilanzierte Banning. Im Abwehrzentrum verdiente sich auch der lautstarke Neuzugang Sven Woyt, der gegen seinen Ex-Verein ordentlich anpackte und fast alle Zweikämpfe gewann, Bestnoten.

MTV Rheinwacht: Bystron, Frenk; Czeslik, Woyt, Terwiel (1), Ahls (1), Kruse (2), Nasufi (2), Lelgemann (6), Reede (2), Schmidt (2), Mertens (10/7), Kölsch (4), Hoffmann (2).

David Pogany