Handball

„Es ist ganz gut gelaufen“
Achtmal aufs Tor geworfen, acht Tore: Mirko Krogmann ragte beim Sieg des MTV Rheinwacht in Remscheid heraus. Im Interview spricht er über die Lage bei den Regionalliga-Handballern.

Mister 100 Prozent: Mirko Krogmann gelang beim 32:26-Erfolg des MTV Rheinwacht Dinslaken in Remscheid eine makellose Trefferquote. Fröhlich

Timo Kiwitz
Ausgesprochen geschlossen traten die Regionalliga-Handballer des MTV Rheinwacht beim so wichtigen 32:26-Erfolg in Remscheid auf. Die Dinslakener zeigten individuell durchweg gute Leistungen, doch einer ragte nicht nur wegen seiner 2,06 Meter Körpergröße heraus. Mirko Krogmann, im Sommer 2019 vom Regionalliga-Absteiger VfB Homberg gekommen, wurde von Trainer Harald Jakobs nach rund 20 Minuten eingewechselt und machte anschließend sein mit Abstand bestes Spiel im MTV-Dress. Die NRZ hat mit dem Linkshänder über seine gelungene Vorstellung, das Kellerduell und die Aussichten für die kommenden Wochen gesprochen.

Mirko Krogmann, achtmal aufs Tor geworfen, acht Tore. Eine sensationelle Quote für einen Rückraumspieler. Glückwunsch dazu! 
Vielen Dank, es ist wirklich ganz gut gelaufen bei mir. Aber viel wichtiger als meine Leistung war, dass wir endlich mal wieder gewonnen haben. Die Erleichterung war hinterher bei allen deutlich zu spüren. Die ganze Mannschaft hat es gut gemacht. Wir haben alle zusammen für diesen Sieg gekämpft.

Sie selbst haben sich in den ersten Monaten in Dinslaken auch ziemlich schwer getan, hatten recht wenige Spielanteile. 
Ja, ein Start in einem neuen Verein ist immer schwierig. Jetzt hoffe ich, dass die Partie in Remscheid eine Art Initialzündung für mich war.

Hatten Sie eigentlich schon vor der Begegnung ein gutes Gefühl?
Ich habe mir schon gedacht, dass es heute etwas werden könnte. Der Trainer hat mir vor der Einwechslung noch einmal gesagt, dass ich mir etwas zutrauen soll. Der erste Wurf hat dann direkt gepasst und es ging gut weiter. In der zweiten Hälfte hat Remscheid mich dann offensiver gedeckt, aber meine Nebenleute wie Marc Tomke und Nils Kruse haben die dadurch entstandenen Räume sehr gut genutzt. So soll es im besten Fall ja auch sein. 

Für den Kopf, aber auch mit Blick auf die Tabelle war der Erfolg am Samstag sehr wichtig für den MTV. Wie sehen Sie denn die Chancen für die kommenden Wochen, in denen weitere ganz wichtige Spiele folgen?
Mit den beiden Heimpartien gegen die HSG Siebengebirge und den TV Jahn Köln-Wahn kommen jetzt zwei weitere Vier-Punkte-Spiele, die wir tunlichst gewinnen sollten. Bislang haben wir erst zwei Auswärtssiege eingefahren. Es wird Zeit, dass wir auch unsere Heimfans wieder mit guten Leistungen und Siegen belohnen. Dann haben wir auch die Chance, schnell da unten rauszukommen. Das werden aber sicher keine Selbstläufer. Die Liga ist einfach sehr ausgeglichen, und gerade die HSG Siebengebirge hat zuletzt überzeugt. Wir wissen, dass wir am Sonntag wieder voll da sein müssen. 

Immerhin geht es ja auch personell wieder aufwärts.
Ja, es ist unheimlich wichtig für die Mannschaft, dass sich der Kader wieder füllt und Führungsspieler wie Dennis Backhaus und Marco Banning zurückkehren. Dass ,Backi’ in Remscheid wieder spielen konnte, hat viel zur Stabilität der Deckung beigetragen. Alle orientieren sich an diesen Leuten und haben von vorneherein ein besseres Gefühl, wenn sie dabei sind. Leider hat Max Reede momentan noch ein paar Probleme mit seinem Fuß, aber er wird sicher auch schnell zurückkehren. Sogar Philipp Tuda mischt ja schon im Training wieder ein bisschen mit. Das sind einfach positive Zeichen für alle.