HANDBALL
Für Höffner scheint Saison beendet
Die Handballer des MTV Rheinwacht Dinslaken müssen auf einen erfahrenen Akteur verzichten.
Die Handballer des MTV Dinslaken haben ein richtungsweisendes Heimspiel vor der Brust. Arnulf Stoffel FUNKE Foto Services
Nach zehn Spieltagen haben die Handballer des MTV Rheinwacht gerade einmal neun Punkte auf der Habenseite. Eine Ausbeute, die in der Oberliga zur Jahreswende zwar noch Rang acht und damit einen Mittelfeldplatz bedeutet, doch der Abstand zu den Abstiegsrängen ist mit vier Zählern deutlich geringer als der zur Spitze. Im Bestreben, sich in 2026 möglichst schnell aller Sorgen zu entledigen, kommt der ersten Partie der Dinslakener nach der kurzen Weihnachtspause große Bedeutung zu. Mit der Reserve des langjährigen Regionalliga-Kontrahenten OSC Rheinhausen kommt am Samstag um 20 Uhr ein Team in die Douvermannhalle, das erst sechs Punkte gesammelt hat und im Erfolgsfall distanziert werden könnte.
Jonas Höffner ist nach Daumenbruch bereits operiert
„Wir müssen gewinnen. Alles andere kommt nicht in Frage“, sagt dann auch MTV-Coach Robert Jakobs bestimmt. Über die Feiertage haben die Rheinwacht-Handballer mit dem Training ausgesetzt, erst in dieser Woche wieder die ersten Einheiten absolviert. Ein Spieler fehlte allerdings dabei und wird auch in näherer Zukunft nicht für die Dinslakener auflaufen können. Die Handverletzung, die Jonas Höffner vor Weihnachten im Derby bei der HSG Hiesfeld/Aldenrade erlitt, hat sich als Daumenbruch herausgestellt. Rückraumspieler Höffner wurde noch im alten Jahr operiert, dürfte nun aber in den nächsten Monaten fehlen. „In dieser Saison wird das wohl nichts mehr“, bedauert Jakobs den Ausfall des Routiniers und MTV-Urgesteins.
Immerhin hat sich der im Nachbarschaftsduell ausgedünnte Kader durch die Pause wieder etwas füllen können. Max Reede und Nico Czeslik, in Hiesfeld schmerzlich vermisst, sind wieder fit. Neben Höffner soll nur Rechtsaußen Jonas Ahls, der sich im Urlaub befindet, fehlen.
Jakobs warnt vor schneller Truppe aus Rheinhausen
Spielertrainer Jakobs geht daher grundsätzlich optimistisch in die Partie gegen den Aufsteiger, warnt aber auch: „Rheinhausen hat eine junge und schnelle Truppe, hat nicht umsonst auch schon in Hiesfeld gewonnen. Wir dürfen uns vorne keine leichten Ballverluste erlauben, müssen sicher abschließen.“
Mit Blick auf die bisherigen Begegnungen hofft der Coach vor allem auf deutlich mehr Konstanz bei seinem Team, das immer mal wieder – zuletzt auch bei der HSG – die Startphasen verschlief und dann hinterherrannte: „Wir müssen einfach von Beginn an wach und jede Minute des Spiels wirklich auch konzentriert bestreiten“, fordert Jakobs.
Timo Kiwitz
Jonas Höffner wird nach der Verletzung, die er sich in Hiesfeld zuzog, wohl den Rest der Saison pausieren müssen. Arnulf Stoffel FUNKE Foto Services