HANDBALL

Für den MTV kommt die Pause gerade recht

 

Die Oberliga-Handballer des MTV Rheinwacht Dinslaken begannen in Oppum mutig, mussten dann aber einigen widrigen Umständen Tribut zollen.

 

Rechtsaußen Jonas Ahls schied mit einem Muskelfaserriss aus. Rainer Hoheisel FUNKE Foto Services

Die Siegesserie des MTV Rheinwacht Dinslaken ist gerissen. Beim Tabellenzweiten Handball Oppum unterlag die Mannschaft von Harald Jakobs am Samstagabend mit 18:26 (8:11) und kassierte nach zuletzt fünf Siegen in Serie mal wieder einen kleinen Dämpfer. Dass die Trauben beim Aufstiegsaspiranten hoch hängen würden, war bereits im Vorfeld klar – die extrem angespannte Personallage machte das Unterfangen schließlich zur „Mission Impossible“.

Dabei begannen die Dinslakener in den ersten Minuten durchaus mutig und gingen mit zwei schnellen Treffern früh mit 2:0 in Führung. Doch die Freude währte nur kurz. „Wir haben vorne dann einfach zu viele Fehler gemacht“, analysierte Harald Jakobs den weiteren Verlauf der ersten Halbzeit. Oppum nutzte die Ballverluste eiskalt aus und drehte die Partie durch konsequente Tempogegenstöße nach einer knappen Viertelstunde auf 3:6. Bis zur Pause gelang es dem MTV dann nicht mehr, den Rückstand entscheidend zu verkürzen, blieb beim 8:11 aber zumindest noch in Schlagdistanz.

Nach dem Wiederanpfiff machten sich die personellen Engpässe und die fehlenden Wechseloptionen dann mehr und mehr bemerkbar. Oppum kam mit viel Schwung aus der Kabine, setzte sich schnell auf 20:14 ab und sorgte in der Folge für die frühe Vorentscheidung. „In der zweiten Halbzeit waren sicherlich alle bemüht, aber uns sind dann irgendwann schlicht die Mittel ausgegangen“, gab Jakobs zu. Durch die vielen Ausfälle und dadurch, dass sich Rechtsaußen Jonas Ahls zu allem Überfluss auch noch früh einen Muskelfaserriss zuzog, war der Coach gezwungen, sein Team mehrfach notgedrungen umzustellen.

Oppum spielte den Vorsprung anschließend souverän über die Ziellinie, sodass am Ende eine deutliche 18:26-Niederlage zu Buche stand. „Der Sieg für Oppum war am Ende sicherlich verdient“, bilanzierte Jakobs gewohnt sachlich.

Trotz der Niederlage steckt man beim MTV den Kopf nicht in den Sand. Die anstehende dreiwöchige Spielpause kommt dem Team zurzeit ganz recht: „Die Pause kommt uns jetzt ganz gelegen. Ich hoffe, dass in drei Wochen der eine oder andere Spieler wieder von seiner Geschäftsreise zurück ist oder den Krankenstand verlassen kann“, so der MTV-Coach.

MTV Rheinwacht: Bystron, Banning, Tomke (1), Terwiel (2), Hetzel (4), Ahls, Tuda (1), Jakobs (1), Reede (2), Rösgen, Schmidt (4), Mertens (3).

Dennis Lindau