HANDBALL

Der MTV peilt beim OSC Rheinhausen den nächsten Sieg an

Beim MTV Dinslaken pendelt Max Reede zwischen den Extremen

Ob Christoph Enders überhaupt gegen seinen Ex-Club auflaufen kann, entscheidet sich kurzfristig.Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Beim kriselnden Gastgeber hat die sportliche Führung das Handtuch geworfen. Der Einsatz von Ex-Dinslakener Christoph Enders steht auf der Kippe.

Auf diesen Abend hatte sich Christoph Enders eigentlich schon riesig gefreut, als der neue Spielplan der Handball-Regionalliga im vergangenen Sommer veröffentlicht wurde. Zum Saisonabschluss in heimischer Halle gegen die „alten Kumpels“, beide Vereine ohne größere Sorgen, ein Duell auf Augenhöhe, später das ein oder andere gemeinsame Bierchen. So hatte der Kreisläufer des OSC Rheinhausen, der vor dieser Spielzeit vom MTV Rheinwacht in den Duisburger Westen gewechselt war, sich das vorgestellt.

Die Realität sieht etwas anders aus. Sorgen müssen sich nach ihrem 29:23-Erfolg in Rheinbach am Mittwoch nur die Dinslakener nicht mehr machen. Der OSC ist nach fünf Niederlagen in Serie und mit lediglich 14 Zählern auf dem Konto noch längst nicht gerettet, hat große Personalprobleme. Trainer Thomas Molsner und Sportchef Olaf Mast traten Mitte der Woche zurück. „Der aktuelle Trend spricht klar gegen uns“, sagt dann auch Enders selbst vor dem Vergleich am Samstag um 19.30 Uhr in der Halle an der Krefelder Straße.

Dinslaken hat mit Marco Banning seit Anfang Dezember 16 Punkte gesammelt

Und ob der Kreisläufer überhaupt gegen seinen Ex-Club mitwirken kann, ist auch noch äußerst fraglich. Bei der Rheinhauser 16:29-Klatsche am Dienstag in Langenfeld verletzte sich der 31-Jährige am Ellenbogen. Gebrochen ist nichts, „aber ich kann aktuell kein Gurkenglas aufmachen.“ Coachen wird den OSC am Samstag der verletzte Keeper Matthias Puhle, der vor einem Jahr noch beim VfL Gummersbach in Liga zwei im Tor stand. „Kaputte Torhüter sind das neue Erfolgsmodell“, schmunzelt Enders in Anspielung auf Marco Banning, der den MTV Dinslaken nach der Trennung von Coach Boris Lietz mittlerweile mit einer positiven Bilanz von 16:14 Punkten unter seiner Regie bis auf den siebten Rang geführt hat.

Enders glaubt nicht, dass es der MTV ruhiger angehen lässt

Diese Platzierung will Rheinwacht nun auch mindestens halten – theoretisch könnte es sogar noch Rang sechs werden. „Die Stimmung ist bei uns richtig gut, und die Mannschaft hat einfach Lust, jetzt noch weitere Siege zu feiern und die Saison erfolgreich abzuschließen“, sagt Banning.

Christoph Enders rechnet auch nicht damit, dass die Dinslakener es gegen den Nachbarn ruhiger angehen lassen: „Dafür ist das Prestige doch zu groß. Alle werden 100 Prozent geben“, sagt der Volontär in der Pressestelle des Kreises Recklinghausen.

Hannes Hombrink und Marc Tomke sind wieder an Bord

Der MTV kann in Rheinhausen aller Voraussicht nach aus dem Vollen schöpfen. Die in Rheinbach noch verhinderten Marc Tomke und Hannes Hombrink (gegen seinen früheren Club) sind wieder an Bord. Lediglich Keeper Jan Bystron und Finn de Lede, der in der Reserve zum Einsatz kommen soll, fahren nicht mit über den Rhein.