HANDBALL


Der MTV macht den nächsten Schritt
 

Trotz der 25:29-Niederlage in Gladbeck zeigt die Formkurve bei den Dinslakenern weiter nach oben

 

MTV-Kreisläufer Nik Dreier (links), zwischendurch angeschlagen auf der Bank, packte in der Deckung ordentlich zu. Frank Oppitz

Es war die erste Niederlage der bisherigen Saisonvorbereitung. Und doch mit Blick auf die neue Spielzeit ganz klar ein weiterer Mutmacher. Beim starken Drittliga-Absteiger VfL Gladbeck agierten die Regionalliga-Handballer des MTV Rheinwacht am Samstagnachmittag über 60 Minuten auf Augenhöhe. Beim 25:29 (15:14) wurde es erst in den allerletzten Momenten der Partie etwas deutlicher. Dass es am Ende für die Dinslakener nicht ganz reichte, lag einzig und allein an der schwächeren Wurfausbeute in Hälfte zwei, in der die Gäste nicht nur drei Siebenmeter, sondern auch einige freie Bälle von den Außenpositionen vergaben.

„Die Chancenverwertung ist aber auch wirklich das einzige, das ich heute kritisieren kann. Wir haben hinten wieder richtig klasse gearbeitet und den Ball in 90 Prozent unserer Angriffe sehr gut laufen lassen“, zeigte sich MTV-Trainer Marius Timofte einmal mehr zufrieden. Sein Team hatte in Gladbeck auch einigen Widrigkeiten getrotzt. So war Maximilian Reede nach zweiwöchigem Mallorca-Urlaub praktisch direkt aus dem Flieger zur Halle gefahren und traf leicht verspätet ein. Weil dann auch noch Tolga Asci vom etwas übereifrigen Referee schon nach 22 Minuten mit der dritten Zeitstrafe vom Feld geschickt wurde, musste Reede anschließend durchspielen. Vorne lief es für den Halblinken erwartungsgemäß noch nicht wirklich rund, dafür war der 33-Jährige in der Abwehr aber prompt wieder eine Verstärkung.

Bester Dinslakener Torschütze war ein erneut sehr gut aufgelegter Fabian Hoffmann, der seine neun Treffer auf beide Halbpositionen und den Kreis verteilte, wo er für den zwischenzeitlich mit leichter Blessur pausierenden Nik Dreier aushalf. Gut in Szene gesetzt wurde Hoffmann dort auch mehrfach vom spielerisch schon sehr gut integrierten Neuzugang Torsten Sanders, der von Halbrechts selbst noch vier Tore erzielte und offenbar auf dem richtigen Weg ist, um den Sprung von Verbandsligist HSG Wesel in die zwei Klassen höhere Regionalliga zu schaffen.

In der Verbandsliga hat in der Vorsaison auch überwiegend Michal Gorlas seine Einsatzzeiten bei der SG Schalksmühle-Halver gehabt, doch in Gladbeck stellte der junge Torhüter nicht zum ersten Mal unter Beweis, dass er dem MTV mit seiner Reaktionsschnelligkeit und seinem Stellungsspiel weiterhelfen kann. Gorlas kam nach der Pause für den keineswegs schlechten Jan Bystron und nahm insbesondere einige freie Würfe der Gladbecker Gastgeber weg.

Die Begegnung war von Anfang an hart umkämpft. Die Führung wechselte häufig, bis weit in die zweite Hälfte konnte sich kein Team einen Zwei-Tore-Vorsprung erkämpfen. Dann wurden dem MTV einige vergebene Möglichkeiten zum Verhängnis. Gladbeck setzte sich auf 24:21 (50.) ab, beim 26:25 (56.) war Dinslaken wieder dran, doch bei den letzten eigenen Angriffen fehlte auch einfach das nötige Quäntchen Glück.

MTV Rheinwacht: Bystron, Gorlas; Rosendahl, Hoffmann (9), Tuda (7/2), Sanders (4), Krölls, Dreier (2), Asci (1), Kölsch (1), Lelgemann, Reede (1).

Timo Kiwitz