HANDBALL

Der MTV Dinslaken freut sich über Rückkehrer

 

Bei Rheinwacht zieht nach schwierigen Zeiten neuer Optimismus ein – gleich vier Neuzugänge sind schon fix.

 

Dinslakens Sportlicher Leiter Martin Banning kann mittlerweile wieder optimistisch in die Zukunft blicken. Markus Joosten FINKE Foto Services

Nach einer „Findungsphase“, wie es der Sportliche Leiter Marco Banning nennt, in der die Handballer des MTV Rheinwacht nach dem Abstieg aus der Regionalliga zwischenzeitlich auch den Oberliga-Keller im Blick behalten mussten, haben die Dinslakener zuletzt eine beachtliche Serie hingelegt und sich im Mittelfeld der neuen Klasse etabliert. Es geht wieder aufwärts, die Stimmung ist gut – und wird durch die personelle Weichenstellung für die kommende Spielzeit noch besser. Denn zum weitgehend zusammenbleibenden Kader kann Banning nun bereits vier Neuzugänge verkünden, drei davon haben das MTV-Trikot bereits getragen.

Kölsch verstärkt MTV Dinslaken auch als Spielmacher

Nach einem Jahr beim aktuellen Regionalliga-Zweiten OSC Rheinhausen kehrt Niklas Kölsch zurück nach Dinslaken. Der frühere Drittlliga-Spieler vom ASV Hamm gilt dabei nicht nur als treffsicherer Linksaußen, sondern soll beim MTV auch wieder in der Mitte zum Einsatz kommen. Dass ihm auch diese Rolle liegt, hat Kölsch in seiner Zeit bei Rheinwacht schon häufiger unter Beweis gestellt – für den Oberligisten wohl ein absoluter Königstransfer.

Damit Kölsch, wenn er denn im Rückraum wirbelt, auf dem Flügel nicht vermisst wird, haben die Dinslakener einen weiteren Linksaußen zurückgeholt: Noah Lelgemann, der von 2022 bis 2024 im Rheinwacht-Regionalliga-Kader stand und danach beim VfL Gladbeck überwiegend in der Verbandsliga-Reserve zum Einsatz kam, trägt in der Saison 26/27 wieder das MTV-Trikot.

Nicht ganz unbekannt ist die Douvermannhalle auch Sven Woyt, der im Sommer 2022 schon einmal kurzzeitig für Dinslaken auflief und aktuell noch beim Verbandsligisten Rot-Weiß Oberhausen spielt. Woyt gilt als Abwehrspezialist, soll bei Rheinwacht aber auch im Angriff eine Alternative zu den etablierten Rückraumspielern darstellen. Den Konkurenzkampf im Tor beleben soll mit Sören Rombach ein junger und bei Tusem Essen gut ausgebildeter Keeper, der zuletzt schon in der Oberliga-Reserve des Zweitligisten Senioren-Erfahrung gesammelt hat.

Den bislang vier Neuzugängen steht neben Marc Tomke, der nicht ganz raus ist, aber künftig etwas kürzer treten möchte, mit Linksaußen Philip Frank nur ein Abgang gegenüber. „Es war uns sehr wichtig, frühzeitig mit den eigenen Jungs zu sprechen, und wir freuen uns sehr, dass die Mannschaft fast komplett zusammenbleibt“, sagt Banning. Gerade auf Grund der verletzungsbedingten Rückschläge in der laufenden Saison – zuletzt hatte sich Nico Czeslik noch eine schwerere Knieblessur zugezogen – sei sich der Sportliche Leiter mit den Coaches aber schnell darüber einig gewesen, dass der Kader noch mit externen Zugängen ergänzt werden müsse. Zufrieden ist Banning schon mit der jüngsten Entwicklung. „Die Mannschaft stabilisiert sich und spielt guten Handball“, findet der Ex-Torhüter, der in dieser Saison schon einige Male als Backup für den Job zwischen den Pfosten agierte.

Ob sein MTV nun in der kommenden Saison ganz oben angreifen kann? Banning wehrt ab: „Wenn man sich die Tabelle anschaut und sieht, wie groß der Abstand zu den ersten drei Teams ist, wäre es, glaube ich, vermessen, davon zu sprechen. Das Ziel ist einfach, hier wieder nachhaltig etwas aufzubauen. Die Weiterentwicklung steht im Vordergrund, und da bin ich mittlerweile sehr optimistisch.“

Der Optimismus des Sportlichen Leiters hinsichtlich der Abteilungszukunft speist sich dabei auch ein wenig davon, dass wie erhofft nach dem Rückzug der Reserve im vergangenen Sommer wieder eine eine zweite Mannschaft ins Rennen geschickt werden kann. Das Team, zu dem unter anderem Ex-Spieler wie Marc Pagalies und Dominik Loth gehören sollen, wird in der Regionsoberliga an den Start gehen.

Timo Kiwitz

Noah Lelgemann hat zuletzt auch für das Regionalliga-Team des VfL Gladbeck gespielt. Michael Korte FUNKE Foto Services.

Niklas Kölsch spielt aktuell noch mit Regionalligist OSC Rheinhausen um den Aufstieg in Liga drei. Michael Dahlke FUNKE Foto Services