HANDBALL
Beim MTV fällt die halbe Mannschaft aus
Osterpause hilft nicht. Beim MTV Rheinwacht Dinslaken wird die Personalsituation vor dem Duell gegen VeRuKa immer dramatischer.
Wenn der MTV Rheinwacht Dinslaken in der Handball-Oberliga am Samstagabend um 18 Uhr die HSG Vennikel/Rumeln-Kaldenhausen in der heimischen Douvermannhalle empfängt, wird Trainer Robert Jakobs beim Blick auf seine Bank wohl tief durchatmen müssen. Nach der dreiwöchigen Pause hat sich das Lazarett der Dinslakener nicht etwa wie erhofft gelichtet, ganz im Gegenteil: Die Personallage hat sich eher noch weiter zugespitzt. Zu den Langzeitverletzten Jonas Höffner, Rijad Nasufi und Jonas Terwiel gesellt sich nun endgültig auch Nico Czeslik, für den die Saison nach seinem Meniskusriss vorzeitig beendet ist. Doch damit nicht genug: Am Samstag fehlen Robert Jakobs im Rückraum zusätzlich Niklas Hetzel und Phillip Tuda, auf Rechtsaußen Jonas Ahls und auch Torhüter Jan Bystron fällt krankheitsbedingt aus. Damit bricht dem MTV nahezu die halbe Mannschaft weg.
MTV Dinslaken setzt trotz Personalsorgen auf Teamgeist
Trotz der dünnen Personaldecke verfällt Robert Jakobs aber nicht in Pessimismus und sagt: „Auch mit dem dezimierten Kader können wir das Spiel gewinnen, wenn die Einstellung stimmt und wir daran glauben.“ Der MTV-Coach setzt darauf, dass die verbliebenen Akteure enger zusammenrücken und den Kampf von der ersten Minute an annehmen, um so an die durchaus überzeugenden Auftrite der vergangenen Wochen anknüpfen zu können. Dass das Team unter Druck funktionieren kann, hat es in dieser Saison bereits einige Male bewiesen, doch die Aufgabe gegen VeRuKa ist – nicht zuletzt auch aufgrund der personell angespannten Situation – speziell.
Die Gäste fahren mit dem Rücken zur Wand nach Dinslaken. Für VeRuKa geht es im Tabellenkeller um jeden Zentimeter und den Klassenerhalt. „VeRuKa darf sich nicht mehr viel erlauben und wird sicherlich hochmotiviert sein. Sie werden alles daran setzen, die beiden Punkte mit nach Hause zu nehmen“, warnt Jakobs.
Dennis Lindau