HANDBALL
MTV hat vor Heimpremiere gegen RWO Sorgen
Der MTV Dinslaken muss zum Heimauftakt der Handball-Oberliga gegen Oberhausen auf mehrere Akteure verzichten.
Beim erkrankten Linus Mertens gibt es noch eine Resthoffnung auf einen Einsatz gegen RWO. Karl Banski FUNKE Foto Services
Nach dem gelungenen Auftakt im Stadtderby beim Nachbarn HSG Hiesfeld/Aldenrade steht für die Handballer des MTV Rheinwacht Dinslaken am Samstagabend (18 Uhr) das erste Heimspiel der neuen Oberliga-Saison an. In der neuen Spielstätte Hans-Efing-Halle empfangen die Dinslakener den Aufsteiger Rot-Weiß Oberhausen. Dass die Gäste alles andere als ein gewöhnlicher Neuling sind, ist den Dinslakenern im Vorfeld durchaus bewusst. Die Gäste reisen mit einer sehr beeindruckenden Bilanz im Gepäck an: Mit nur einer einzigen Niederlage dominierte der Aufsteiger die vergangene Spielzeit und hatte sich bereits im Vorfeld extrem hochkarätig verstärkt. Trainer Robert Jakobs stellt deshalb klar, dass man den Gegner keineswegs auf die leichte Schulter nehmen darf: „Das ist definitiv kein Spiel gegen einen normalen Aufsteiger“, warnt der MTV-Coach vor einem starken Kontrahenten, der zum Auftakt ebenfalls einen Sieg feierte. Zu Hause schlug Oberhausen den TSV Kaldenkirchen sicher mit 34:28. Vor allem die Physis der Gäste hat es in sich. „Oberhausen ist eine sehr robuste Mannschaft, die gerade in der Defensive extrem viel Stabilität und Erfahrung mitbringt“, erklärt Jakobs. Der Schlüssel zum Erfolg wird daher im Angriff liegen: „Für uns wird es vor allem darauf ankommen, ruhig und geduldig zu bleiben und unsere Chancen konsequent zu nutzen.“
Mehrere Ausfälle bereiten MTV vor Heimdebüt Sorgen
Ein paar Sorgenfalten bereitet Jakobs allerdings die personelle Lage. Fabian Rösgen steht privat verhindert nicht zur Verfügung und Torsten Sanders fällt nach einem Bänderriss, den sich der halbrechte Rückraumspieler im Derby zugezogen hat, vorerst aus. Zudem droht auch Linus Mertens krankheitsbedingt auszufallen – sein Einsatz ist derzeit noch fraglich und entscheidet sich wohl erst kurz vor dem Anpfiff. Im schlimmsten Fall würden dem MTV damit gegen den individuell sehr stark besetzten Liga-Neuling gleich drei Linkshänder fehlen.
Dennoch bleibt die Zielsetzung für den Heimauftakt unverändert. „Das Ziel ist ganz klar, die zwei Punkte einzufahren“, gibt Jakobs die Marschroute vor. Die Vorfreude auf das erste Pflichtspiel in der neuen Umgebung ist jedenfalls groß: Die Mannschaft hofft auf eine lautstarke Kulisse und eine volle Halle, um den Schwung aus der Vorwoche mitzunehmen.
Dennis Lindau