HANDBALL
Eine Woche der Hiobsbotschaften
Die Vorzeichen für das schwere Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten könnten für den Handball-Oberligisten MTV Dinslaken deutlich besser stehen.
Marco Banning stellt sich in Oppum noch einmal als Torwart zu Verfügung. Markus Joosten FUNKE Foto Services
Die Vorzeichen für das schwere Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten Handball Oppum könnten für den Oberligisten MTV Rheinwacht Dinslaken deutlich besser stehen. Wenn die Mannschaft am Samstagabend um 19 Uhr in der Ferne aufläuft, wird sie alles in die Waagschale werfen müssen, um etwas Zählbares aus Oppum zu entführen. Eine Hiobsbotschaft jagte unter der Woche die nächste, sodass das Trainergespann Harald und Robert Jakobs bei der Kaderplanung an der einen oder anderen Stelle kreativ werden musste.
Der erste Schlag traf den MTV am Dienstag im Training: Torhüter Finn Frenk erlitt eine Gehirnerschütterung, nachdem er einen Ball aufs Ohr bekam, und musste zur stationären Behandlung ins Krankenhaus. Zwar ist Frenk mittlerweile auf dem Weg der Besserung, an einen Einsatz am Wochenende ist jedoch noch nicht zu denken, sodass Urgestein Marko Banning sich einmal mehr kurzfristig bereit erklärt hat, seine Handballschuhe noch einmal zu schnüren und sich als Rückhalt für Stammkeeper Jan Bystron zwischen die Pfosten zu stellen.
Doch nicht nur im Tor drückt der Schuh. Neben den Langzeitverletzten Rijad Nasufi, Jonas Höffner und Jonas Terwiel, die ohnehin weiterhin ausfallen, muss der MTV am Samstag auch krankheitsbedingt auf Nico Czeslik und auf Urlauber Nils Kruse verzichten. „Die Vorzeichen für ein Spiel gegen einen so starken Gegner könnten wahrlich besser stehen“, räumt Harald Jakobs ein, der auf eine entsprechend schleppende Trainingswoche zurückblickt.
Trotz der personell angespannten Situation will sich der MTV keineswegs bereits im Vorfeld kampflos geschlagen geben und fährt nicht als Punktelieferant zum Favoriten. Jakobs hat beobachtet, dass die Gastgeber aus Oppum in den letzten Wochen nicht mehr die gewohnte Souveränität ausstrahlten und punktetechnisch etwas Federn lassen mussten. Auch wenn es für den MTV tabellarisch um nicht mehr die ganz großen Sprünge geht, ist der Ehrgeiz, am Ende der Saison das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, weiterhin vorhanden.
„Wir wollen trotzdem noch die eine oder andere Mannschaft hinter uns lassen“, gibt Jakobs die Marschroute vor. In Oppum wird es vor allem darauf ankommen, die Reihen defensiv eng zu halten und vorne die Chancen zu nutzen, um den Tabellenzweiten trotz der Ausfälle zu ärgern.
Dennis Lindau