HANDBALL

MTV Rheinwacht bangt um Bystron

 



 

Linus Mertens (links) will mit dem MTV dem Tabellenvierten TSV Kaldenkirchen auch ersatzgeschwächt Paroli bieten. Erwin Pottgiesser FUNKE Foto Services

Die Stimmung beim MTV Rheinwacht Dinslaken ist derzeit zwiegespalten: Einerseits lieferte die Mannschaft dem TuS Lintorf zuletzt einen starken Kampf und begegnete dem Spitzenreiter der Handball-Oberliga weitestgehend auf Augenhöhe, andererseits hat sich das Lazarett an der Douvermannstraße im Laufe der vergangenen Woche wieder gefüllt. Wenn am Samstagabend um 18 Uhr der Tabellenvierte TSV Kaldenkirchen in Dinslaken gastiert, muss der MTV bis an seine Schmerzgrenze gehen. Mit den Kaldenkirchenern kommt ein echtes Schwergewicht der Oberliga in die Douvermannhalle. Besonders die Variabilität der Gäste bereitet MTV-Spielertrainer Robert Jakobs Kopfzerbrechen: „Kaldenkirchen ist ein extrem starker Gegner. Wir müssen insbesondere den gefährlichen Rückraum in den Griff bekommen, aber auch am Kreis ist der TSV hervorragend besetzt“, warnt Jakobs.

Die Vorzeichen für einen Heimsieg könnten allerdings besser sein. Die Liste der Ausfälle der Dinslakener Leistungsträger ist lang: Mit Lukas Terwiel, Philip Tuda, Jonas Höffner und Rijad Nasufi drohen gleich vier wichtige Feldspieler verletzungs- oder krankheitsbedingt auszufallen. Besonders schwer wiegt zudem das voraussichtliche Fehlen von Stammtorhüter Jan Bystron, der unter der Woche krankheitsbedingt nicht an den Trainingseinheiten teilnehmen konnte und dessen Einsatz am Wochenende derzeit noch fraglich ist. Trotz der langen Ausfallliste verbreitet Robert Jakobs aber Optimismus. Der Schlüssel zum Erfolg soll dabei insbesondere in der Einstellung liegen, die seine Mannschaft bei der knappen Niederlage gegen den Tabellenführer bereits gezeigt hat. „Wenn wir die gleiche Einstellung und Leidenschaft auf die Platte bringen wie in der Vorwoche gegen Lintorf, dann bin ich guter Dinge, dass die Punkte trotz aller Widrigkeiten in Dinslaken bleiben“, so die Ansage des MTV-Coaches. Klar ist: Der MTV geht als Außenseiter in die Partie, doch die starke Aufholjagd aus der Vorwoche hat gezeigt, dass die Mannschaft mit Druck umgehen kann und auch für die Top-Teams der Liga zum Stolperstein werden kann. Gegen den TSV Kaldenkirchen soll nun der nächste Heimsieg her, um sich in der Tabelle weiter Luft nach unten zu verschaffen.

Dennis Lindau