HANDBALL

Ein paar Prozente fehlen am Ende

 

Fehlstart, starker Zwischenspurt, aber letztlich nur ein 29:29 des MTV Rheinwacht

 

Die Handballer des MTV Rheinwacht Dinslaken mussten sich in der Oberliga am Samstagabend beim Tabellenzwölften HSG Vennikel/Rumeln-Kaldenhausen mit einem 29:29 (13:17)-Unentschieden zufriedengeben.

Trotz einer starken Aufholjagd in der zweiten Halbzeit ließen die Dinslakener in der Schlussphase die entscheidenden Prozente vermissen, sodass es am Ende nur zu einer Punkteteilung reichte.

Die Warnungen von MTV- Coach Robert Jakobs im Vorfeld, den erfahrenen Gegner trotz der Tabellensituation nicht zu unter schätzen, schienen zunächst nicht gefruchtet zu haben. In den ersten Minuten fand seine Mannschaft nur schwer ins Spiel und geriet früh mit vier Toren in Rückstand. Fehler im eigenen Angriffsspiel nutzte die HSG VeRuKa aus und bestrafte die Dinslakener immer wieder mit einfachen Toren, die oft aus Tempogegenstößen resultierten.

„Wir haben in der ersten Halbzeit noch nicht das auf die Platte gebracht, was wir eigentlich können, und vor allem im Angriff zu viel liegen lassen“, resümierte Trainer Robert Jakobs. Folgerichtig gingen die Dinslakener mit einem 13:17-Rückstand in die Pause. Nach dem Seitenwechsel wendete sich das Blatt jedoch schnell. Der MTV schaltete einen Gang höher und schaffte es, den Rückstand immer weiter zu verkürzen. Innerhalb von zehn Minuten kämpfte sich der MTV zurück und egalisierte den Rückstand zum 20:20-Ausgleich. Anschließend drehten die Gäste das Ergebnis zu ihren Gunsten und gingen mit zwei Toren in Front.

Im weiteren Verlauf der Partie gelang es dem MTV jedoch nicht, sich entscheidend abzusetzen und den Deckel vorzeitig drauf zu machen, was die Gastgeber nutzten und in der Schlussphase laut Coach Jakobs cleverer agierten. „Am Ende haben es die Gegner in der Schlussphase einfach cleverer angestellt und uns noch einen Strich durch die Rechnung gemacht“, erklärte der MTV-Coach, der nach dem Schlusspfiff mit der Punkteteilung haderte: „Das fühlt sich jetzt am Ende eher wie ein Punktverlust als wie ein Punktgewinn an“, gab der Übungsleiter zu.

Mit Blick auf die kommende Woche forderte Jakobs von seinen Spielern nun Konsequenz: „Nächstes Wochenende müssen wir es schaffen, an die ordentliche Leistung aus Halbzeit zwei anzuknüpfen und die Fehler aus Halbzeit eins abzustellen.“ Das Unentschieden bringt nun keine der beiden Mannschaften in der Tabelle so richtig weiter.

MTV Rheinwacht: Frenk, Bystron, Tomke (7), Czeslik (3), Hetzel, Frank, Höffner (1), Terwiel (1), Ahls (5), Kruse (3), Nasufi (2), Reede (4), Jakobs, Rösgen, Schmidt, Mertens (3).

Dennis Lindau