HANDBALL
Niederlage – aber Jakobs gibt ein Versprechen
Kaum Spieler, keine Abwehr, 26:43: Nach dem Debakel ist der MTV froh, dass nun die Sommerpause kommt.
Nils Kruse war mit sechs Toren bester Werfer des MTV. Karl Banski FUNKE Foto Services
Der MTV Rheinwacht Dinslaken hat sich mit einer deutlichen 26:43 (12:16)-Niederlage beim bereits feststehenden Meister TuS Lintorf aus der Handball-Oberliga-Saison 25/26 verabschiedet. Gegen den Spitzenreiter war für die personell angeschlagenen Dinslakener am Ende nichts zu holen.
Schon vor dem Anpfiff standen die Vorzeichen alles andere als gut. Zahlreiche Ausfälle zwangen Trainer Robert Jakobs erneut dazu, mit einem stark dezimierten Kader anzureisen. „Wir mussten mit den Jungs dahin, die seit Wochen quasi durchspielen müssen“, erklärte der Coach nach der Partie.
Von Beginn an bekam der MTV vor allem defensiv große Probleme. Die Abstimmung in der Abwehr passte überhaupt nicht und Lintorf nutzte die Unsicherheiten konsequent aus. Bereits früh gerieten die Gäste mit 2:10 deutlich in Rückstand und liefen diesem anschließend permanent hinterher.
„Hinten in der Abwehr sind wir überhaupt nicht aufgestanden“, analysierte Jakobs ehrlich. Vor allem die vielen Ballverluste im Angriff machten den Dinslakenern das Leben zusätzlich schwer. Immer wieder lud der MTV den Meister durch einfache Abspielfehler zu schnellen Gegenstößen ein.
Zwar gelang es Rheinwacht zwischenzeitlich, den Rückstand in der ersten Halbzeit noch einmal auf vier Tore zu verkürzen (30.), doch Lintorf zog anschließend erneut davon. Besonders offensiv agierten die Gastgeber deutlich konsequenter und effizienter.
„Wir haben uns vorne zu viele Abspielfehler geleistet und teilweise konzeptlos gespielt“, so Jakobs weiter. Der Meister nutzte die Fehler gnadenlos aus und schraubte das Ergebnis bis zum Ende deutlich in die Höhe.
Trotz der klaren Niederlage zeigte sich der Trainer dankbar für die Unterstützung innerhalb des Vereins. „Dankbarerweise haben uns noch Leute unterstützt“, sagte Jakobs mit Blick auf die personellen Engpässe.
Für den MTV Rheinwacht endet damit eine kräftezehrende Saison, in der die Mannschaft immer wieder mit personellen Problemen kämpfen musste. Nun soll die Sommerpause genutzt werden, um neue Energie zu tanken.
„Wir werden jetzt erstmal die Kräfte wieder sammeln und dann Vollgas geben, um nächste Saison erfolgreich zurückzukommen“, kündigte Jakobs an.
MTV Rheinwacht: Frenk, Schmidt, Pagalies (4), Loth, L. Terwiel (1), Bystron, Kruse (6), Robert, Reede (5), Rösgen (1), Schmidt (5), Mertens (4/1).
David Pogany